Open-Innovations-Modelle für MTZawardees

Innovationen allgemein fördern Wachstum und Wohlstand. Innovative Forschungsansätze einer neuen Dimension wie die der medizinischen Systembiologie fördern kurzfristig die Gesundheit einer immer älter werdenden Gesellschaft.

Um die Innovationskraft in der Bundesrepublik Deutschland im internationalen Wettbewerb zu stärken, liegt ein zentraler Ansatzpunkt in der Zusammenarbeit von Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Unternehmen. Die zunehmende Ausrichtung der Wirtschaft auf Spitzentechnologien und wissensintensive Dienstleistungen stellt besonders hohe Anforderungen an hochwertige wissenschaftliche Forschung.

Den Wissensträgern in Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden wesentliche Einblicke in Praxisfelder geboten, die für ihre akademische Tätigkeit in Lehre und Forschung von Bedeutung sind. Oft trägt das Unternehmen hierbei nicht nur die Projektkosten, sondern zahlt auch eine persönliche Vergütung (im Rahmen von so genannten Consultancy-Verträgen). Für den wissenschaftlichen Nachwuchs eröffnet die Kooperation frühzeitige Erfahrungen der Unternehmenswelt.

Einige Unternehmen sehen in solchen, auf individuelle Wissensträger bezogenen Kooperationen explizit die Grundlage aller weiteren Beziehungen zur Wissenschaft bis hin zum Forschungsauftrag. Sie können sich so auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und minimieren das Risiko und damit auch die Kosten eigener Forschungsaktivitäten. Solche strategischen Partnerschaften bilden einen besonders geeigneten Rahmen, um dem Ablauf von Innovationsprozessen mit seiner kontinuierlichen Interaktion zwischen Grundlagen- und Anwendungsforschung und der Produktentwicklung gerecht zu werden. Sie erlauben bereits bei der Entwicklung auszuloten, welche Innovationspotentiale in einer Produkt- oder Dienstleistungsidee zu finden sind. Solche Open-Innovationen ermöglichen eine bewusste Ausschöpfung von Innovationspotentialen außerhalb des Unternehmens.

Der Zielkonflikt, dass Wissenschaftler ihre Forschungsergebnise möglichst schnell veröffentlichen, Unternehmen sehr schnell patentieren wollen, wird durch eine schnelle Patentierung gelöst. Wenn ein Patent zum Erfolg wird, lassen Unternehmen die Wissenschaft natürlich daran teilhaben.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fordert in seiner Hightech-Strategie die gesamte Wertschöpfungskette von Innovationen im Blick zu behalten - Vorfahrt für Wissenschaft, Forschung und Innovationen!

Die MTZ®stiftung möchte ihrer Philosophie entsprechend zur Innovationskraft in der Bundesrepublik Deutschland beitragen. Durch ihre Zusammenarbeit mit dem BMBF fühlt sie sich der Hightech-Strategie, bei der öffentliche Fördergelder in Spitzentechnologien und technologieübergreifende Querschnittsmaßnahmen fließen, im Besonderen verpflichtet. Ziel der Hightech-Strategie ist die stärkere Vernetzung von Wissenschaft und Forschung mit der Wirtschaft. Es soll nicht nur geforscht werden, die Innovationen müssen auch verstärkt auf den Markt kommen. Forschungsergebnisse müssen in Produkte, Dienstleistungen und Verfahren umgesetzt werden (optimale Ausnutzung des Transferpotentials wissenschaftlicher Erkenntnisse).

(© Essay von Thomas Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der MTZstiftung, 27.03.2013)

Über die Grants4Targets Plattform von Bayer HealthCare können MTZ-Awardees auf ihre Target-Ideen hinweisen und sich für eine Zusammenarbeit mit Bayer bewerben. In enem internen Evaluationsprozess werden die Ideen kompetitiv bewertet.

Das Call for Targets im MRC Technology London ist ein Zentrum für Therapieforschung, in dem etwa 60 Forscher in Zusammenarbeit mit Akademikern daran arbeiten, für universitäre Forschungsprojekte Partner aus der Pharma- und Biotechindustrie zu finden, damit diese daraus Produkte mit klinischen Nutzen entwickeln.