Der MTZ®-MPI-Award

Der MTZ-MPI-Award wird jährlich an das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin Münster vergeben.

Gefördert werden können Doktorand/innen und Post-Doktorand/innen bis zu 2 Jahre nach der Verteidigung ihrer Doktorarbeit.
Gefördert werden herausragende wissenschaftliche Leistungen in Form einer Publikation, die auf am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin erzielten Ergebnissen basiert.
Der MTZ®-MPI-Award besteht aus einem Preisgeld von 2.500 € und einer Urkunde. Das Kuratorium, bestehend aus den Direktoren des Instituts, schlägt die Kandidatinnen/Kandidaten vor und begutachtet die vorgelegten Arbeiten.

"...Es gibt heute mehr als einen Anlass zu gratulieren:
2016 feierte die MTZ®stiftung ein rundes Jubiläum. Seit zehn Jahren fördert die Stiftung junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die sich für ein Leben bei bestmöglicher Gesundheit und ein Altern in Würde einsetzen. Als innovative Netzwerkorganisation fördert sie den Austausch und die Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern.
Heute werden eine Forscherin und ein Forscher ausgezeichnet, die sich schon sehr früh in ihrer wissenschaftlichen Laufbahn einen Namen gemacht haben: Mit ihren Arbeiten zur Herzmuskelentwicklung und Knochenbildung haben Frau Dr. Rao und Herr Dr. Langen bedeutende Beiträge zur Erforschung von Krankheiten und zur Entwicklung von Therapien geleistet.

Zu all diesen Anlässen sende ich Ihnen meine Glückwünsche. Ich finde es sehr schade, dass ich nicht persönlich an diesen Feierlichkeiten teilnehmen kann. ... Ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihr langjähriges Engagement. Mit den MTZ-Awards unterstützen Sie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die sich schon in jungen Jahren in ihrem Fachgebiet ausgezeichnet haben. Jahr für Jahr entdecken und fördern Sie talentierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die die Preise aufgrund Ihrer wissenschaftlichen Expertise verdienen. Dafür sorgen auch unsere hervorragenden Forschungseinrichtungen wie das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster, die maßgeblich zum wissenschaftlichen Fortschritt in der Systembiologie und der personalisierten Medizin beitragen.
Ich danke Ihnen allen für Ihre engagierte Arbeit und wünsche Ihnen eine schöne Veranstaltung, anregende Gespräche und viele weitere erfolgreiche Jahre der MTZ-Stiftung."

Grußwort zum 10jährigen Bestehen der MTZstiftung und zur Schirmherrschaft über den MTZ-MPI Award 2016 von der Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW Frau Svenja Schulze, Düsseldorf 04.Januar 2017

Foto: MIWFT NRW 2017

Das Max-Planck-Institut (MPI) für molekulare Biomedizin Münster

Das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin wurde am 1. August 2001 gegründet. Prof. Dr. Dietmar Vestweber wurde zum Direktor der ersten Abteilung (Vaskuläre Zellbiologie) berufen. Seit April 2004 ist Prof. Dr. Hans R. Schöler als Direktor der zweiten Abteilung (Zell- und Entwicklungsbiologie) dazu gestoßen, nachdem er seine Arbeitsgruppe aus den Vereinigten Staaten nach Münster verlegt hat. Prof. Dr. Ralf H. Adams wurde rückwirkend zum 1. Oktober 2007 als dritter Direktor ans Institut berufen. Er wurde gemeinsam von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Max-Planck-Gesellschaft berufen, und ist im Sommer 2008 mit seiner Arbeitsgruppe vom London Research Institute der Krebsforschungsorganisation Cancer Research UK nach Münster gezogen.

Das Max-Planck-Institut beschäftigt ein internationales Team: Insgesamt arbeiten hier rund 150 Mitarbeiter aus ungefähr 15 Nationen, darunter Biologen, Mediziner und Physiker. Das Institut besteht aus drei Abteilungen und derzeit fünf Nachwuchsgruppen. Jede Abteilung wird von einem Direktor geleitet, der in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit autonom ist. Jeweils einer von ihnen übernimmt turnusmäßig die Geschäftsführung des Instituts; zurzeit ist Hans Schöler der geschäftsführende Direktor. Alle drei Direktoren des Instituts sind zudem Mitglieder der medizinischen Fakultät der Universität Münster und haben dort jeweils eine Professur inne.

Die Forschung am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin

Das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin befasst sich mit der Grundlagenforschung zu molekularen Mechanismen, die ursächlich an Krankheitsentstehungen beteiligt sind. Die Forschungsthemen betreffen Aspekte der Zellbiologie des Endothels, der Entwicklungsbiologie und Zellerneuerung, der Entwicklung des vaskulären Systems, und der strukturellen Biologie. Die Arbeiten der drei Abteilungen zielen darauf, mit Modellen von Struktur-Funktions-Beziehungen die Mechanismen zu verstehen, die die Regeneration von gesunden Geweben, insbesondere von Blutgefäßen, steuern und kontrollieren. Diese Erkenntnisse sollen für die Etablierung neuer Ansätze in der Heilung von Krankheiten eingesetzt werden.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Dietmar Vestweber konzentriert sich die Forschung der Abteilung Vaskuläre Zellbiologie auf die Migration von Leukozyten in entzündetes Gewebe. Die initialen Adhäsionsmechanismen zwischen Leukozyten und Endothelzellen sowie die Identifizierung neuer Adhäsionsmoleküle bilden den Hauptteil der Forschungsarbeit.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Hans R. Schöler beschäftigt sich die Abteilung Zell- und Entwicklungsbiologie mit der Entwicklung der Keimbahn und mit Pluripotenz. Ein Hauptaugenmerk der Forschung ist es, auf molekularer Ebene zu erklären, wie Körperzellen und Körperzellkerne umprogrammiert werden können, um Pluripotenz zu erlangen.

"Das Institut für molekulare Biomedizin sei bereits ein Leuchtturm" sagte Frau Bundesministerin a.D. Annette Schavan bei ihrem Besuch am 16.04.2010. Es soll zu Deutschlands führenden Zentrum der Stammzellforschung werden. Mehr...
(Foto: MPI Münster)

Unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf H. Adams wird der Frage nachgegangen, wie aus Zellen Organe werden. Der Hauptteil der Arbeit der Abteilung Gewebebiologie und Morphogenese beschäftigt sich mit dem kardiovaskulären System von Wirbeltieren, in denen sich Blutgefäße einerseits präzise in verschiedene Gewebsumgebungen einfügen und in Organ-spezifischer Weise spezialisieren, und andererseits die Plastizität behalten müssen, um den Wachstum aufgrund veränderter Bedürfnisse und lokaler Signale zu ermöglichen.

Zur Person...

Herr Prof. Dr. Hans R. Schöler ist Mitglied der Zentralen Ethik-Kommission für Stammzellenforschung (ZES) im Robert-Koch-Institut (RKI). Das Robert-Koch-Institut ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der anwendungs- und maßnahmenorientierten biomedizinischen Forschung. Darüberhinaus ist er im Vorstand des Kompetenznetzwerkes Stammzellforschung NRW.

Eine kleine Zusammenstellung weitergehender allgemeiner Informationen zu dem Robert-Koch-Institut und der Zentralen Ethik-Kommission für Stammzellenforschung: